„Das große Geschenk der Schöpfung“

- 09/2024 -

Haben Sie im August versucht, einen Blick auf eineSternschnuppe aus den Perseiden zu erhaschen?
Vielleicht durften Sie in den vergangenen Monaten in einer anderen Weise die Schönheiten unserer Erde genießen?
In einem intakten Wald spazieren gehen?

Pfarrer Franz Schmerbeck
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
haben Sie im August versucht, einen Blick auf eineSternschnuppe aus den Perseiden zu erhaschen?
Vielleicht durften Sie in den vergangenen Monaten in einer anderen Weise die Schönheiten unserer Erde genießen?
In einem intakten Wald spazieren gehen?

Nun gehen die Schulferien ihrem Ende entgegen,für die meisten ist die Urlaubszeit vorbei und deranspruchsvolle Alltag beginnt. Keine Zeit zum Sternegucken.
 
Am 01. September beginnt in den Ostkirchen mit byzantinischem Ritus (so auch bei der griechisch-katholischen ukrainischen Gemeinde) das neue Kirchenjahr. An diesem „Tag des Schutzes der natürlichen Umwelt“ preisen sie den Schöpfer desAlls für das „große Geschenk der Schöpfung“. 2015 hat Papst Franziskus diesen Tag als jährlichen Gebetstag für die Schöpfung in den liturgischen Kalender der römisch-katholischen Kirche eingeführt. Schon seit 2007 wurde er ökumenisch erweitert bis zum 04. Oktober (Hl. Franz von Assisi)zur „Schöpfungszeit“.
 
Für Christgläubige sind die Elemente der Welt nicht einfach nur Gebrauchsgüter zur Befriedigung individueller Bedürfnisse, sondern Handlungen des Schöpfers. Alle Werke des Herrn preisen, besingen und verherrlichen Ihn in Ewigkeit. In Psalm 96 (95) heißt es: „Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst. Jubeln sollen alle Bäume des Waldes vor dem HERRN, denn er kommt.“ So steht der ökumenische „Tag der Schöpfung“ am 06. September 2024 unter dem Motto „Lass jubeln alle Bäume des Waldes“.
 
Es liegt an unserer Einstellung und unserem Verhalten der Schöpfung gegenüber, ob wir mit ihr jubeln können oder um sie trauern müssen. Da mag die Zeit fürs Sternegucken vorbei sein – es gibt auch im September Sternschnuppen – die Freude an den Schönheiten der Welt mag bleiben!
 
Pfr. F. Schmerbeck